Bei uns am Stall kommt gerade öfter die Frage auf, mit welchen Hindernissen man in Trail und Working Equitation am besten startet. Am liebsten hätte ich ja alle, weil es so viel Spaß macht. Aber irgendwo fängt man an. Deshalb hier ein kleiner Ratgeber: Was brauchst du zuerst, und was kann warten? Von der Qualität der Hindernisse von DS-EquiWelt bin ich überzeugt, man sieht sie auf Turnieren häufig im Einsatz. Hier ist meine Reihenfolge, von den ersten Hindernissen im Schritt bis zu den Aufgaben für Fortgeschrittene.
Kurz beantwortet: Mit welchen Hindernissen fange ich an?
Mit Stangen, Podest, Brücke, Tor, Slalom und Tonne, und zwar im Schritt. Diese Aufgaben kennst du aus dem Western-Trail genauso wie aus der Working Equitation, und sie bauen Vertrauen, Trittsicherheit und Rittigkeit auf. Ringstechen mit der Garrocha und der Stier kommen erst später dazu, wenn dein Pferd die Grundaufgaben sicher und ruhig erledigt.
Schritt 1: Stangen und Podest
Stangen sind der einfachste Einstieg: erst eine einzelne Stange im Schritt, dann mehrere, später im Fächer. Der Stangenfächer trainiert die Trittsicherheit und lässt sich individuell einsetzen. Mit dem Sprung Cavalletti flex (2er-Set, Stangen nicht enthalten) legst du Stangen in verschiedenen Höhen bis 50 cm.
Auf dem Podest 70 x 70 lernt dein Pferd, erst mit den Vorderhufen, dann mit allen vier Hufen auf eine erhöhte Fläche zu treten und dort ruhig zu stehen. Das klappt auch gut vom Boden aus, bevor du es geritten probierst.
Schritt 2: Die Brücke
Über eine Brücke zu gehen, verlangt Vertrauen. Viele fangen deshalb mit einer flachen Brücke an. Die Trailbrücke Mobil 4teilig misst ca. 240 x 120 cm, ist 18 cm hoch, hat ein Geländer und lässt sich schnell auf- und abbauen. Wenn du auf Turniere hinarbeitest: Die Trailbrücke gerade 3teilig entspricht laut DS-EquiWelt dem Turniermaß der Working Equitation (ca. 330 x 120 cm).
Schritt 3: Das Tor
Am Tor übst du, eng am Hindernis zu bleiben, das Tor zu öffnen, durchzureiten und wieder zu schließen. Ein Seiltor ist der günstigste Einstieg: Mit der Torhalterung Seil (2 Halterungen und ca. 230 cm Seil) nutzt du vorhandene Zaunpfähle oder Sprungständer. Hast du keine, stellst du die Halterungen auf den Anbauset Standfuß, der sich auf 115, 143 oder 177 cm umstecken lässt. Später kannst du mit den klappbaren Torflügeln auf ein Flügeltor umsteigen.
Schritt 4: Slalom und Tonne
Für den ersten Slalom reichen Stangen oder Pylonen, die du schon hast: im Schritt, mit großen Abständen, später enger und schneller. Bei der Tonne reitest du eng um das Hindernis herum. Das ist mehr als eine Trail-Aufgabe: Enge Wendungen um die Tonne sind auch eine schöne Übung für Biegung und Versammlung.
Die Working Tonne gibt es wahlweise mit oder ohne Juteseile. Platzsparender ist das Anbauset Tonne für vorhandene Pfähle oder den Standfuß.
Wenig Platz? Das 3-1 System
Das 3-1 System Working Equitation ist für alle gedacht, die wenig Platz haben und trotzdem mehrere Aufgaben trainieren wollen: Tor mit Flügel, Glocke mit L-Gang und Ringstechen mit Garrocha-Absetzen, Ringset inklusive. Du kannst mit Tor und Glocke anfangen und das Ringstechen später dazunehmen. Das System lässt sich umbauen und ist bei geeigneter Behandlung outdoortauglich.
Für später: Ringstechen, Stier und Wippe
Wenn die Grundaufgaben sitzen, wird es anspruchsvoller. Beim Ringstechen nimmst du mit der Garrocha im Vorbeireiten einen Ring auf. Dafür brauchst du eine ruhige Hand, ein gleichmäßiges Tempo und ein Pferd, das die lange Stange über sich gelassen nimmt.
- Anbauset Ring stechen plus Garrocha zum Ring stechen: der günstigste Weg zum Ringstechen.
- Working Set Ringstechen: Stierkopf nach Wahl mit Ring, Stierkopfhalter und Garrocha mit 200 cm.
- Stier: das klassische Turnierhindernis mit drehbarer Ringhalterung.
- 4-1 Brücke: Brücke, Podest, Wippe und Balanceboard in einem. Warum die Wippe so gut fürs Gleichgewicht ist, liest du im Beitrag Pferdewippe: Balance- und Koordinationstraining für dein Pferd.
Gut zu wissen: Lieferzeit und Herkunft
Alle Hindernisse fertigt DS-EquiWelt in Deutschland. Die Lieferzeit liegt je nach Produkt bei ca. 4 bis 6 Wochen. Brauchst du etwas zu einem bestimmten Termin, zum Beispiel für einen Kurs, schreib dein Wunschdatum in die Bestellanmerkung. Wir klären dann mit DS-EquiWelt, ob es passt.
Häufige Fragen zu Trail- und Working-Equitation-Hindernissen
Mit welchen Hindernissen fange ich im Trail an?
Mit Stangen, Podest, flacher Brücke, Tor, Slalom und Tonne, am besten im Schritt. Diese Aufgaben gibt es im Western-Trail wie in der Working Equitation.
Ist Ringstechen für Anfänger geeignet?
Eher nicht. Ringstechen mit der Garrocha verlangt Tempokontrolle, eine ruhige Hand und ein gelassenes Pferd. Nimm es dazu, wenn die Grundaufgaben sicher sitzen.
Welches Tor ist am günstigsten für den Einstieg?
Ein Seiltor mit der Torhalterung Seil an vorhandenen Pfählen. Ohne Pfähle kommt der Anbauset Standfuß dazu.
Ich habe wenig Platz. Welches Hindernis passt?
Das 3-1 System vereint Tor, Glocke und Ringstechen in einem Aufbau. Die Anbausets für Tor und Tonne nutzen vorhandene Pfähle und sparen Platz.
Wie lange dauert die Lieferung?
Je nach Hindernis ca. 4 bis 6 Wochen. Ein Wunschdatum kannst du in der Bestellanmerkung angeben.